Symptome und ihre Wurzeln. Die Vielfalt von Ursachen bedeutet eine Menge Ansätze zur Lösung zur Verfügung zu haben.

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Liebe Klienten und Interessierte,

der Sommer zeigt sich von seiner schönsten Seite.
Für Freischaffende wie mich bedeuten die Urlaubs-Monate auch immer die Möglichkeit, den Stapel gesammelter Literatur zu verkleinern und sich mit neuen Themenfeldern, Mentoren und Entwicklungen zu beschäftigen.

Ein Gebiet, welches ich auch aus persönlichen Gründen immer tiefer zu verstehen beginne, ist das der Ernährung. Genauer gesagt, der Zusammenhang unserer Ernährung und dem körperlichen wie seelischen Wohlbefinden.
Erst kürzlich unterhielt ich mich mit einem Diabetologen über die verschiedenen Dogmen in Medizin und Forschung. Es scheint so etwas wie die Riege der Genetiker, der Ernährungswissenschaftler und der psychosomatisch fixierten Fachkräfte zu geben. Etwas das jeder, der sich schon einmal mit diffusen Symptomen auf die Suche nach einer geeigneten Behandlung machte, mit Sicherheit erlebt hat. Der Mensch läuft immer Gefahr im Tunnelblick zu versinken. Also auch Ärzte. Statt das große Ganze zu betrachten wirft er den Scheinwerfer auf das Gebiet, welches ihn aufgrund seiner eigenen Interessen (basierend auf den Erlebnissen und Rückschlüssen aus Kindheit und Jugend) am meisten fesselt. Manchmal im wahrsten Sinne des Wortes.

Doch die Zwillingsforschunghat uns längst gezeigt, dass die Rechnung so leicht nicht aufgeht. Denn eineiige Zwillinge, die mit dem identischen Gengut geboren werden, weisen als Erwachsene genau dies nicht mehr auf. So mussten sich die Forscher eingestehen, dass der Mensch eben doch auch ein Produkt seiner Umwelt ist. Und dass jeder seines Glückes Schmied ist. Denn – und das belegen die Resilienz-Studien – Menschen, die das gleiche erlebt haben, gehen mit diesen Erlebnissen im Alter vollkommen anders um. Die einen besitzen ihre Geschichte. Stehen zu ihr und sich und nutzen das Erlebte um daraus für die Zukunft zu lernen. Andere scheinen die immer gleichen Runden in ihrem Leben zu drehen und dem Teufelskreis nicht entkommen zu können.

Woran liegt das und wie lässt sich jetzt der Kreis zur Ernährung schließen?

Sie kennen mein seit Jahren bestehendes Motto: zuerst entscheiden wir uns über die Führung unseres Lebens, dann darüber, welche Beziehungen wir wie gestalten wollen um uns dann für die entsprechenden Kommunikationstools zu entscheiden. Diese Führung beginnt im kleinsten Mikrokosmos Ich. Wie gehen wir mit uns selbst um? Welche Beziehung haben wir zu uns? Und wie reden wir mit uns, wenn wir alleine sind? All die Gedanken. Welchen Ton haben sie?

In genau diesen Bereich fällt auch der Bereich Ernährung.
Und natürlich mangelt es uns nicht an Wissen, wie gute und gesunde Nahrung aussieht. Aber es mangelt uns bisweilen manchmal an Erkenntnissen. Und diese erlangen wir eben nur, wenn wir einen Prozess durchwandert haben. Und Prozesse sind meist etwas schmerzhaft.

So ergeht es gerade vielen Forschern die sich eingestehen müssen, dass Zucker die Gene verändert und Diabetes begünstigt. Er ist auch Mitauslöser und Begünstiger von ADHS, Schilddrüsenbeschwerden und weiteren Autoimmunerkrankungen. Zu den begünstigenden Lebensmitteln zählen ebenfalls die künstlichen und synthetischen Stoffe, gentechnisch veränderte Nahrungsmittel und generell Nahrung, die unglaublich viel Energie bei der Verdauung benötigt, was den Esser fast schon auf die Couch zwingt.
Selbst Schizophrenie und neurologische Erkrankungen lassen sich mittlerweile auf das Immunsystem zurückführen. Und dieses steuern wir mit unserem Lebenswandel. Unserer Alltagsgestaltung. Unserer Ernährung. („Darm mit Charme“ von Giulia Enders ist zwar teils sehr fachspezifisch, doch erklärt all dies sehr eindrucksvoll und logisch).
Die genetisch in kürzester Zeit veränderten und resistenten Weizensorten haben den Körper zudem gelehrt, vorsichtig zu sein – denn an neue Nahrungsmittel gewöhnt man sich nicht in ein paar Jahren sondern braucht dafür ein paar Jahrzehnte und Generationen, um zu verinnerlichen, dass sie nicht giftig sind. Weil wir die aber nicht hatten, hat er bei vielen gleich eine Aversion gegen sämtliche Getreidesorten entwickelt (Glutenunverträglichkeit).

Dr. Herbert Renz-Polster sagt so schön, dass der Körper es nicht gewohnt ist, neben dem Kühlschrank zu leben. Er ist immer noch im Energie-Spar und vor allem -Sammel-Modus. Weshalb wir dazu neigen Buffets zu plündern obwohl wir längst satt sind und warum wir energiereiche Nahrung – und Süßes, welches vorgibt solche zu sein – bevorzugen. Kombiniert mit unserem schnellen Alltag, dem Essen vorm PC, der gehaltlosen Brezel auf die Hand, dem Auslassen von Mahlzeiten und kompensieren durch Naschen vorm Kühlschrank, belasten wir unseren Magen-Darm-Trakt mit unseren Führungsentscheidungen, die oft keine sind, immens. Und er kann sich nicht einmal wehren. Er ist das letzte Glied in der Kette. Alles was ihm bleibt ist, Symptome zu entwickeln, die uns aufmerksam machen sollen auf das, was wir un-bewusst tun. Wir sind seine Führungskraft. Wir entscheiden was wir essen. Wie wir es tun. Ob mit Medien, schlingend oder in Ruhe und dem Essen würdig.
Wir gestalten unser Immunsystem durch bewusste oder eben unbewusste Entscheidungen. Das haben wir in der Hand. Und unser Immunsystem gibt direktes Feedback an unser Gehirn, welches unser Wohlempfinden steuert. Ein Feedback-Loop quasi.

Natürlich kann ich Ihnen keine klare Empfehlung für einen Ernährungs- oder Verhaltensplan mit an die Hand geben. Einen Universalplan gibt es nicht. Denn selbst „gesunde“ Lebensmittel wie Linsen oder Tomaten, sind zum Beispiel für Menschen die sie nicht vertragen, deren Darm entlastet und resetet werden muss, nicht unbedingt förderlich.
Es geht also kein Weg dran vorbei. Wir müssen wieder intuitiv essen lernen.
Was bekommt Ihrem Organismus? Welche Zubereitungen und Geschmacksrichtungen tun Ihnen gut? Welche Bewegungsformen und Ruheinseln entlasten Ihren Darm und somit Ihr Immunsystem?

Finden Sie es heraus. Und wenn Sie die eigene Stimme gerade nicht so gut hören können, weil so viel drüber geschüttet wurde: dafür gibt es ganzheitlich arbeitende Berater.

Ich wünsche Ihnen allen von Herzen einen gesunden Start in das neue Schuljahr und das ‚zweite Halbjahr‘ des Jahres 2016.

Viel Energie und Spaß,

Ihre Eva Klein

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