Veränderung ist die einzige Konstante.

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Warum Vertrauen in das Leben das ist, was wir brauchen um zu wachsen. Und um das zu bekommen, was wir wirklich wollen und brauchen.

 

Liebe Klienten und Interessierte,

das neue Jahr ist noch ganz frisch: unbeschriebene Seiten, neue Chancen, frische Ideen und gute Vorsätze sind in den Köpfen.
Was machen wir mit all diesen Möglichkeiten?

Der Mensch ist ein energiesparendes Wesen – ein Freund meinte einmal zu mir: und Männer sind darin die Meister. Meine Beobachtung ist: Männer und Frauen sind lediglich in unterschiedlichen Gebieten schneller darin Veränderung voranzutreiben – Männer im praktischen Lebensalltag, Frauen in der Persönlichkeitsentwicklung (wenn man im Klischee bleibt). Daher passen die beiden ja so gut zusammen. Weil sie sich ergänzen und zusammen ein perfektes Team ergeben, dass, wenn es lernt miteinander in Resonanz zu gehen, gemeinsam durch die Decke schießt.

Wie kommt es also, dass der Mensch, in welchem Gebiet auch immer, nach Wachstum strebt? Ist das nicht viel zu anstrengend?
Oder strebt er nicht genau deshalb nach Veränderung, weil er Energie sparen will?
Warum haben wir das Rad erfunden, die Elektrizität, das Internet? Warum arbeiten wir daran weniger auszurasten, lernen eine neue Sprache oder uns Selbst-Liebe zukommen zu lassen?

Am Ende doch nur, weil wir zu faul sind, etwas weiterhin auf die Art und Weise zu tun, die uns dermaßen viel Lebensenergie kostet, dass wir eine Veränderung WOLLEN.

Alte Wege sind nicht mehr erfolgsversprechend, befriedigen nicht mehr oder gehen schlicht und ergreifend ins Kreuz. Das kostet Energie!

Wie kommt es dann aber, dass wir Veränderung mal begrüßen und ein anderes Mal scheinen wir alles erdenkliche dafür zu tun, dass wir sie nicht erleben müssen?

Für mich gibt es zwei mögliche Erklärungen für dieses Phänomen, welche bei der schulischen Förderung von Kindern unbedingt beachtet werden sollte, damit uns das Leben nachher leichter fällt:

Zum einen hat jeder ein unterschiedliches Zeitfenster für die Dinge, die er gerade verarbeiten und somit langfristig und nachhaltig lernen/ behalten und anwenden kann. Nur weil Lisa gerade einen ‚Zahlenschub‘ hat, ist das bei Stefan noch lange nicht der Fall. Und nur weil Stefan sich für Buchstaben und Farben interessiert, nimmt Lisa noch lange keinen Stift oder Pinsel in die Hand.

Zum anderen braucht es Vertrauen in das Leben, dass sich eine immer noch bessere Tür öffnet, sobald sich die bekannte schließt. Das Leben an sich ist auf Wachstum ausgerichtet. Immer. Wenn wir uns dagegenstellen nehmen wir es mit der Natur auf, und das ist noch niemandem bekommen. (Deshalb bringt es nichts Smartphones zu verteufeln sondern Wege zu finden mit ihnen umzugehen, was aber heute nicht mein Thema ist.)
Wir brauchen Vertrauen, dass Kinder in einem von den Führungskräften sicheren Rahmen die Dinge lernen, die für ihr Leben von Bedeutung sind. Zu ihrer Zeit. Wenn sie ausgewachsen sind, also auch bei uns, ist es schließlich genauso.

Wir lernen vielleicht „erst“ (was immer eine Bewertung von oben herab ist) in der fünften Beziehung oder Ehe, dass der Geiz der Partnerin ausdrückt, dass wir an uns selbst geizen (wo auch immer) und es uns am anderen deshalb so stört. Denn sonst könnten wir ja die Vorzüge dieses Verhaltens sehen. Wir verstehen beim x-ten geblitzt werden, dass wir im Leben zu schnell unterwegs sind und somit wichtige Informationen und Nachrichten nicht angemessen beachten können.
Je schlechter wir uns also selber kennen und je unbewusster wir uns über unsere tiefsten Bedürfnisse sind, desto härter die Realität.

Alles woran wir in unserem Mikrokosmos arbeiten können, ist, danach zu schauen, ob wir die Zeichen die wir bekommen, für unser Leben nutzen. Energie folgt Aufmerksamkeit. Wo zieht sie uns hin? Was interessiert uns und wo ist entsprechend gerade unser Lernfenster? Sehen wir das nicht von alleine, kommt uns das Leben durch Ereignisse zur Hilfe.
Wo also zieht es uns hin? Zum Erlernen einer neuen Sprache? Der Entschleunigung? Einer Erfindung?
Das sind die entscheidenden Fragen. Uns selbst und unserem Gefühl vertrauen zu lernen, dass wir IMMER in der für uns richtigen Richtung unterwegs sind, ist eine wunderbare und erleichternde Erkenntnis. Dieses Wissen sollte Bestandteil im erwachsen werden sein.

Dieses Vertrauen in sich, Ihr Ich, das wünsche ich Ihnen für das neue Jahr 2018. Alles neu. Alles auf Anfang. Was für eine Chance.

Herzlichst und mit den besten Wünschen für die Ihren,

Eva Klein

P.s.: Sollte ein Kapitel in Ihrem Leben wider Ihres Willens noch nicht abgeschlossen sein: Alles, was einen Anfang hat, hat auch ein Ende. (peshewa)
Und am Ende ist immer alles gut. Sollte es noch nicht gut sein, ist es auch noch nicht zu Ende. (nach oscar wilde)