Klar, man kann sagen: Perfektion ist bloß Angst in schönen Schuhen. Oder ist es doch nicht ganz so einfach?
Das Bestreben, keine Fehler zu machen klingt ja auch verlockend und ehrenwert. Was, wenn es pedantisch ist? Die Lebensfreude flöten geht? So platt ist das alles nicht. Nun mal von Anfang an:
Es gibt Gründe, weshalb wir Deutschen so gerne in Italien Urlaub machen.
Perfektionismus ist eine sehr erschöpfende Reaktion auf unkonktrollierbare und schwer einschätzbare Situationen. Wer immer auf wankendes und unberechenbares Verhalten eingestellt ist, sucht den Halt im Außen. Struktur, Ordnung und gewissenhafte Aufgabenerfüllung — die lassen sich hervorragend kontrollieren und selbst steuern.
Auch Essstörungen entstehen durch diese Möglichkeit der gelebten Kontrolle, wenn alles andere schon pures Chaos zu sein scheint.
Die Konsequenzen im Erwachsenenalter?
💥 Flucht in die Arbeit, Zwangshandlungen und People pleasing (Pseudo-Harmonie um jeden Preis)
💥 schnelles Gefühl von überwältigt sein
💥 das Herz ist oft verschlossen, zu vertrauen fällt Dir dann schwer und auch, Dich offen und ehrlich verletzlich zu zeigen (was etwas anderes ist als bedürftig und im Drama / panisch zu sein)
💥 gerade Menschen, die Deine Hilfe benötigen und von Dir bemuttert werden wollen, treten in Dein Leben – Du allerdings bekommst kaum was zurück
Denn Du bist deshalb so gut darin, anderen diese mütterliche Fürsorge zu geben, weil Du weißt, was Du gerne gehabt hättest.
Perfektionismus und das Drama Dreieck
Kontrolle und ausgiebiges aber immerhin selbstbestimmtes Geben, übertünchen die fehlende Nähe und Geborgenheit und sorgen für eine scheinbare Verbindung. Denn wahrhaftig und frei von einer eigenen Agenda sind solche Beziehungen nicht. Dort befindet man sich meist im Drama Dreieck. Also dem Spannungsverhältnis von Täter, Opfer und Retter.
Um dort hinaus zu treten, muss ich ein paar Dinge über mich selbst wissen, verstehen, heilen und verändern. Denn die Kunst für ein erfülltes Leben mit gleichwürdigen Beziehungen liegt in dieser Heilung, um sich dann diese vermisste Form der Liebe selbst zu geben.
Und das sieht für jeden unterschiedlich aus.
Definitiv gehört dazu:
♥️ Passendere Auswahl an Beziehungen.
♥️ Nettere, innere Dialoge.
♥️ Lernen inne zu halten, die eigenen Gedanken aushalten und in Ruhe sein können.
Dann bist Du im Kontakt mit Dir und strahlst diese Liebe und Wärme aus, weil Du nicht mehr im Außen nach Halt suchst.
Dabei geht es nicht um Schuldzuweisungen, sondern darum, die Wunden zu verstehen, die entstanden sind. Denn nur dann gelingt es, die Wurzeln zu erkennen, zu heilen und zu motivieren.Genau das machen wir in „Healing the Mother wound“.
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Bleib‘ Goldilocks
✊🏼♥️ Eva