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Warum Gefühle im Fluss sein müssen und warum wir mehr sind als unsere Gedanken.

Liebe Klienten und Interessierte, 

im April 2016 habe ich einen Newsletter mit dem Titel „Glaube nicht alles was Du denkst“ verfasst.
Heute gewähre ich Ihnen tiefere Einblicke in meine Arbeit und warum es selbst in der Familienberatung oder im Business Coaching nicht mit „ein paar Tipps“ getan ist.

Wenn wir ausrasten, in Panik ausbrechen oder uns stillschweigend zurückziehen, dann ist das nicht einfach ein sinnloses Verhalten. Es ist eine erlernte, vermeintlich – also für das innere Kind – sichere Reaktion auf eine als überfordernde abgespeicherte Situation. Als Goldilocks-LeserIn denken Sie jetzt bestimmt an das ABC-Modell: Auslöser A führt zu bekanntem Verhalten B und im Coaching arbeiten wir dann daran C, Change, als neuen, bekannten Weg zu etablieren. 
Wer sich in Achtsamkeit übt (ob durch das Beobachten seiner Selbst, seiner Taten und Gedanken) kommt sich manchmal auf die Schliche, welche Sätze durch den Kopf schwirren, wenn wir etwas erleben oder tun, was wir selbst nicht gut heißen. 

Da ertappen wir uns bei Gedanken wie:
– Ich bringe halt nichts zu Ende.
– Ich habe einfach kein wirkliches Talent.
– Immer passiert mir XYZ.
– Ich bin es nicht wert, dass…
– Ich bin halt so.
– Frauen/ Männer sind bei mir immer so…

Diese Glaubenssätze entsprechen natürlich keiner Realität. 
Wir haben sie jedoch in einem für uns schrecklichen Moment begonnen zu denken (die erste große Liebe geht, die Mutter schreit, der Vater straft mit Schweigen, der Lehrer lässt die Klasse lachen…) und machen den Moment durch unseren Glauben an die gedachten Sätze zum traumatischen Erlebnis.

Sie wollen ein einfacheres Gedankenspiel? Wenn Sie einen Spiegel zerbrechen bringt das Pech. Komisch, normale Scherben bringen doch hingegen Glück, oder?
Wer hat das mal entschieden? Wer glaubt das? Sind wir alle aber-gläubisch? Glauben also komische Dinge obwohl es anders ist?

In der Zeit dieser Pandemie sehen wir, wieviel irrationales Verhalten sich seinen Weg an die Oberfläche bahnt. Es werden Aluhütchen empfohlen, die Pandemie als Chinas Strategie zur Ergreifung der Weltherrschaft beschworen, Bill Gates Masche die Menschheit zu kontrollieren oder im Supermarkt ausgerastet, weil der Einkaufswagen zu dicht an einem dran steht und man nicht sterben will, Toilettenpapier wurde in rauen Mengen gekauft, weil das Vertrauen in das Leben fehlt und man wenigstens die Kontrolle über seine Ausscheidungen haben wollte. Dabei ist die Welt ein besserer Ort als wir glauben!

Doch: Glaube ist eben größer als Logik. Aus diesem Grund bestätigen wir uns durch die stets gleiche Auswahl an Partnern, Vorgesetzten, Streitthemen oder Vorurteilen unseren Glauben an die Richtigkeit unserer Gedanken. Wir fühlen uns in einem Muster gefangen. Denn das gemeine an der Psyche ist: Sie will recht haben, weil sie weiß, dass dieser Gedankengang überlebt wurde. Ist vielleicht nicht schön, die Überzeugung, dass ausgerechnet Sie nur Pech haben, aber immerhin sicher, weil bekannt. 
Wir beschreiben eben nicht, was wir sehen.
Wir sehen, was wir beschreiben.


Das wäre nicht weiter tragisch, wenn wir nur schöne Dinge denken würden. Doch wir alle sind im Laufe unseres Lebens Menschen begegnet, die verletzt wurden, die nicht geheilt waren und somit uns verletzten. Und auch wir haben nicht alle Wunden geheilt und geben somit einen Teil unserer Verletzungen an die kommenden Generationen weiter.

Um dieses Risiko zu minimieren arbeiten wir an uns. 
Heilen alte Wunden, brechen aus unbewussten Denk. und Reaktionsmustern aus und ermöglichen durch unsere Revolution Evolution (siehe letzter Newsletter).

Kein Gedanke ist schlimm. Es sei denn wir glauben ihn.

Die aus den Gedanken entstehenden Gefühle müssen durch den Körper fließen können. Wie eine Erektion müssen sie kommen und gehen dürfen. Natürlich. Wertfrei. 
Halten wir an Gefühlen fest oder versuchen keine negativen Gefühle zu haben (Verdrängung, Ablehnung), blockieren sie uns und ganze Körperregionen kommen mitunter ins Stocken. Denn „what you resist will persist“ (was wir ablehnen wird uns einholen). Auch Erektionsstörungen haben hier ihren Ursprung.
Wer als Mann seine Ängste, Sorgen oder Aversionen nicht fühlen will, seinen durchaus auch sorgenvollen oder negativen Gedanken und Gefühlen Ausdruck verleiht, wird ins Stocken kommen. Wenn wir auf die Seele nicht hören, macht sie sich unseren Körper bzw. Teile von ihm zum Verbündeten. Rückenschmerzen, Herzenge, Verdauungsprobleme, Migräne… you name it.
So entsteht aus gewöhnlichem Schmerz über eine Situation Leid.

Denken Sie bitte immer daran: Ihr Körper, Ihre Seele und Ihr Verstand wollen, dass Sie überleben. Sie können somit nicht schlecht über Sie denken oder Ihnen Schlechtes wünschen. 
Alle negativen Auslegungen und Bewertungen sind daher als antrainiert zu betrachten und können abgelegt werden.

Aus diesem Grund arbeite ich mit der RTT Hypnotherapie, EFT, IEP und vielen anderen Methoden, um Ihnen dabei zu helfen die Version Ihrer selbst zu sein, die Sie wirklich sind.
In Verbindung mit sich und AN SICH GLAUBEND.
In dem Moment, in dem wir an uns glauben SIND wir.

Frei. Liebevoll. Voller Freude und Wachstum. Neugierig und voller Energie. Die Führungskraft unseres Lebens und unserer inneren Welt.
Ob es im Beruf, der Liebe oder mit uns alleine ist. 
Alles ist gut. Wir sind gut. Sie sind gut.

Um Ihnen in dieser Zeit des physischen Abstands etwas mehr bieten zu können, gibt es im Herbst mein LebensLiebe Seminar als Online-Kurs – auch das Seminar für Männer „Vision possible“ soll bald darauf folgen, wie auch ein Kurs für Teenager.

Bis dahin:

Bleiben Sie Goldilocks.

Und haben Sie einen fantastischen Sommer.

Ihre Eva Klein

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